Wie Sie eine Prüfung beantragen und welche Fallstricke lauern

Man sollte meinen, es sei nicht so schwierig, die Prüfung – egal für welchen Sportbootführerschein – zu beantragen.

Tatsächlich ist es wirklich nicht kompliziert, aber es gilt, ein paar Dinge zu beachten. Wie bei jeder anderen Behörde, so haben auch die Prüfungsausschüsse ihre Vorschriften, Anforderungen und Besonderheiten, und eine kleine Unachtsamkeit kann schon zur Folge haben, dass Sie zur Prüfung nicht zugelassen werden. Das wäre doch wirklich sehr ärgerlich.

Deshalb führe ich hier einmal die Punkte auf, auf die Sie achten müssen, welche Formfehler Sie vermeiden sollten.

Da wäre als erstes der Prüfungsantrag

Das ist in der Regel ein Formular, manchmal auch eine sog. Prüfungstüte. Auf der Prüfungstüte ist in dem Fall das Formular aufgedruckt. Sie erhalten die Prüfungstüte oder das Formular von Ihrer Ausbildungsstätte oder Sie laden sich das Formular vom Prüfungsausschuss herunter.

Prüfung für SBF beantragen
Prüfungsantrag

Die Prüfungsanträge für die anderen Wassersportführerscheine sehen ähnlich aus. Bei allen Anträge müssen Sie darauf achten, vollständige Angaben an den entsprechenden Punkten zu machen und – die UNTERSCHRIFT nicht zu vergessen.
Sie lachen? Kein Witz, das ist einer der häufigsten Fehler bei allen Prüfungsanträgen.

Welche Unterlagen müssen dem Antrag beigefügt werden?

Beifügen bedeutet übrigens, dass bei Einreichung des Antrags alle Unterlagen komplett vorhanden sein müssen. Auch das wird gerne zu großzügig gehandhabt, nach dem Motto: das reiche ich noch nach.
Ein unvollständiger Antrag wird vom Prüfungsausschuss nicht bearbeitet. Der große Nachteil für Sie: Sie werden zur Prüfung nicht zugelassen.

Ärztliches Attest

Dieses Attest ist für die Pflicht-Führerscheine erforderlich, also den SBF Binnen und den SBF See.

Auf dem speziell dafür vorgesehenen Formular muss von einem Arzt Ihre Sehfähigkeit, Ihr Farbsehvermögen, Ihr Hörvermögen und die allgemeine körperliche Eignung bestätigt werden.
Brillenträger und Menschen mit Hörgeräten haben im allgemeinen keine Schwierigkeiten, mit entsprechenden Auflagen diese Bestätigung zu bekommen. Auch Schwerbehinderte können unter bestimmten Umständen einen Sportbootführerschein erlangen.
Ein Kriterium für die Ablehnung ist allerdings eine Rot-Grün-Schwäche. Diese Krankheit betrifft nur Männer. Kleine Toleranzwerte sind erlaubt, aber wer absolut farbenblind ist, wird keinen Sportbootführerschein erwerben können.

Passfoto

Hier wird nach einem ganz normalen Passfoto gefragt, Größe ca. 38 x 45 mm, nicht älter als 1 Jahr. Es muss kein biometrisches Foto sein, aber es sollte auch nicht aus einem Urlaubsfoto ausgeschnitten oder mit dem eigenen Drucker ausgedruckt sein. Beschriften Sie es bitte auf der Rückseite mit Ihrem Namen und Geburtsdatum, damit es jederzeit zu Ihrem Prüfungsantrag zugeordnet werden kann.

Kopie von bereits vorhandenen Segel- oder Motorbootscheinen

Falls Sie bereits einen anderen Führerschein haben, fügen Sie Ihrem Antrag unbedingt eine Kopie davon bei. Möglicherweise werden Ihnen dadurch Teile der Prüfung erlassen. Welche Kombination zu welcher Anerkennung führt, kann Ihnen Ihre Wassersportschule oder Ihr Prüfungsausschuss genau erklären.

Für die Zulassung zur SKS, SSS und SHS-Prüfung müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört nicht nur der Besitz der jeweilen Führerscheine, sondern auch ein Erfahrungsnachweis in Form von gesegelten Seemeilen. Dieser Seemeilennachweis muss ebenfalls dem Prüfungsantrag beigefügt werden.

Nachweis der bezahlten Prüfungsgebühr

Jede Prüfung kostet Geld. Überweisen Sie die Prüfungsgebühr rechtzeitig – also vor Abgabe Ihres Prüfungsantrags – an den jeweiligen Prüfungsausschuss und fügen Sie eine Kopie der Überweisung dem Prüfungsantrag bei.

Last but not Least

Halten Sie die Fristen ein! Generell kann man sagen, der Prüfungsantrag sollte 3 Wochen vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss vorliegen. Ebenso sollte die Prüfungsgebühr überwiesen sein.
Bedenken Sie: der Prüfungsausschuss hat viele, viele Anträge zu bearbeiten. Da ist es nur fair, alle Unterlagen so rechtzeitig vorzulegen, dass bei evtl. erforderlichen Rückfragen noch genügend Zeit ist, diese zu klären.

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