Moderne Fleecebekleidung ist atmungsaktiv, hat hervorragende Trageeigenschaften und sich daher im Segelsport besonders bewährt.


Mag es an Land und im Hafen auch noch so warm sein, auf dem Wasser wird es doch leicht kühl. Der Fahrtwind tut ein übriges, und deshalb gehören Kleidungsstücke aus Fleece zum Standardrepertoire eines jeden Seglers.

Es gibt dickeres und dünneres Fleece, je nach Einsatz und Verwendungszweck haben Sie die Wahl zwischen mehr oder weniger wärmenden Jacken und Pullovern.

Vorteile von Fleecebekleidung

Das moderne High-Tech-Material hat gegenüber den früher üblichen Strickpullovern große Vorteile:

es ist

  • leicht
  • gut wärmend
  • atmungsaktiv
  • windabweisend

Fleece nimmt kaum Feuchtigkeit auf, und ist es einmal nass geworden, trocknet es außerordentlich schnell.

Kurz gesagt, ohne Fleece können Sie einfach nicht segeln gehen!

Es gibt auch Westen, die als zusätzliches Wärmepolster in die Segeljacke eingezippt werden können. Die Segeljacke hat im Verschlussbereich einen zweiten Reißverschluss, den Sie mit dem Reißverschluss der Weste verbinden können.

Auch an anderer Stelle kommt Fleece zum Einsatz: im Kragen und in den Taschen der Segeljacke trägt es nicht nur zum Komfort bei, sondern spendet willkommene Wärme.

Ein zusätzlicher Fleece-Schal hält kühlen Wind ab und schützt die empfindliche Nackenpartie.

Unterwäsche, Strümpfe und andere wichtige Accesscoires

Unterwäsche

Die unterste Schicht Ihrer Bekleidung ist normalerweise die Unterwäsche. Was für Läufer und Radfahrer selbstverständlich ist, findet auch immer mehr Anhänger unter den Wassersportlern: die sogenannte Funktionsunterwäsche.

Sie hat die gleichen guten Eigenschaften wie die Oberbekleidung. Sie besteht aus einem Polyester/Nylon Gemisch, das hochelastisch ist. Dem Gewebe sind Silberionen beigemischt, die durch ihre antibakterielle Wirkung Geruchsbildung vermindern. Im Vordergrund steht der Feuchtigkeitstransport, von der Haut weg hin zur nächsten Bekleidungsschicht.

Somit bleibt Ihr Körper angenehm trocken und kühlt nicht aus.

Funktionsunterwäsche wird mittlerweile von vielen Herstellern angeboten. Die Produktpalette reicht von cool bis warm – von Kurzarm bis Langarm – von kurzer Hose bis langer Hose – also für jede Gelegenheit passend.

Strümpfe

Wenn Sie nicht gerade bei hochsommerlichen Temperaturen segeln und barfuß in Ihren Segelschuhen stecken, tragen Sie Socken oder Strümpfe.

Insbesondere bei kaltem, nassem Wetter und wenn Sie Gummistiefel tragen, sollten Sie darauf achten, dass Sie wärmende, atmungsaktive Strümpfe tragen.

Ein gut gearbeitetes Bündchen verhindert das Verrutschen und engt Sie gleichzeitig nicht ein.

Für die kalten Momente im Leben eines Seglers eignen sich auch spezielle Fleecesocken, die in Gummistiefeln getragen wesentlich zum Tragekomfort beitragen. Trockene und warme Füsse – nicht nur auf See das A und O des Wohlbefindens.

Kopfbedeckung

Wussten Sie, dass über den Kopf eines Menschen der grösste Wärmeverlust droht?

Unterschätzen Sie die Gefahr des Auskühlens nicht.

Eine angemessene Kopfbedeckung ist also ratsam. Sie schützt nicht nur vor zuviel Sonne, sondern hält Ihren Kopf warm. Natürlich werden Sie je nach Wetterlage eine entsprechende Kopfbedeckung wählen. Achten Sie darauf, dass Ihnen Ihr Hut nicht wegfliegen kann.

Schon manches Basecap musste in waghalsigen Rettungsmanövern aus den Fluten geholt werden….

Ein Bändsel, das Ihr Cap mit der Segeljacke verbindet, ist ungemein hilfreich.

Brillen

Ein Bändsel ist auch oberste Pflicht für Brillenträger. Egal, ob Sonnenbrille oder jede andere Brille, sie sind zu teuer, um sie einfach über Bord gehen zu lassen.

Ganz abgesehen davon, dass Brillenträger ohne ihre Gläser einfach aufgeschmissen sind.

Also, sichern Sie Ihre Brille mit einem Brillenbändsel. Erhältlich im einschlägigen Fachhandel.

Gut beraten sind Brillenträger übrigens auch, eine Ersatzbrille mit sich zu führen. Für den Fall, dass ein Glas zerbricht, oder ein Bügel seine Schrauben verliert…

Wenn Sie bereits bei Ihrer Führerscheinprüfung Brillenträger waren, steht in Ihrem Sportbootführerschein ein entsprechender Vermerk:

„Brille mit Sicherung oder andere Sehhilfe ist zu tragen; Ersatz ist mitzuführen.“

Handschuhe

– eine unter Seglern immer wieder heftig diskutierte Frage.

Da gibt es die „Coolen“. Sie lehnen es vehement ab, Segelhandschuhe zu tragen. Egal, ob es um die Leinen auf einer Jolle geht, oder um die Schoten auf einer Hochseeyacht – sie brauchen keinen Schutz an ihren Händen. Man erkennt sie daran, dass sie öfter Brandblasen, Quetschungen oder andere Verletzungen an ihren Händen haben.

Und auf der anderen Seite gibt es die „Weicheier“. Sie tragen Segelhandschuhe und wissen sich normalerweise bestens geschützt gegen unbedachte Bewegungen, gegen ausrauschende Leinen. Sie haben durch die Sicherheit der Handschuhe mehr Kraft in den Händen.

Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Mir ist ein einziges Mal auf einer Jolle eine nicht einmal sehr starke Leine durch die Hand gerutscht.

Probieren Sie es besser nicht aus! Ich war fassungslos, wie schnell eine äußerst schmerzhafte Brandblase entstand.

Seitdem – Sie raten es schon – trage ich Handschuhe. Egal was andere von mir denken.

Schals

Ich erwähnte es bereits: ein Schal ist kein Muss, aber ein sinnvolles Accessoire, für das sich in jeder Tasche ein Plätzchen finden lässt.

Als Material empfiehlt sich Fleece. Es ist leicht, wärmend, trocknet schnell und ist atmungsaktiv.