Ölzeug

Outdoor- und Wassersportarten machen nur Spaß, wenn Sie die passende Kleidung tragen.

Ölzeug war gestern

Heute trägt man funktionelle Segelbekleidung, die absolut wasserdicht, atmungsaktiv, bequem und modern ist.

Zu welcher Sorte Segler gehören Sie?

Es gibt die Schönwettersegler – diejenigen, die nur bei absoluter Sonnengarantie aufs Boot gehen. Häufig anzutreffen in südlichen Gewässern, gerne im Mittelmeer.

Und es gibt die Allwetter-Segler.
Die segeln natürlich auch gerne bei Sonne, aber wichtiger ist ihnen der richtige Wind. Dass es dabei auch mal Regen geben kann, oder dass bei viel Wind und Welle Wasser von unten auf den Segler trifft und ihn durchnässt, macht ihnen nichts aus.
Sie haben in jedem Fall ein Ölzeug dabei. Ihr Wahlspruch lautet:

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.

Seebär im Ölzeug
Seebär im Ölzeug

Sicher kennen Sie auch das Bild von den Seebären, die in schwerem, steifen, unkomfortablem gelben Ölzeug an Bord herum stapfen.

Tatsächlich liegt der Ursprung unserer heutigen modernen Segelbekleidung in sehr frühen Jahren der christlichen Seefahrt. Um die Seefahrer vor Nässe und Wind zu schützen, trugen sie Kleidung, die aus Leinen hergestellt und deren Oberfläche mit Öl imprägniert wurde, um sie wasserfest zu machen.

Später wurde zur Imprägnierung auch Kautschuk verwendet.
Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Ölzeug aus gummiartigem Material hergestellt.

Die Kleidungsstücke waren steif, ziemlich schwer und nicht ausreichend beständig gegen UV-Strahlung, Teer, Öl und Fett.

Seit dem Einsatz von modernem synthetischen Material, das unter dem Namen Gore-Tex oder Sympatex bekannt ist, hat das ehemals schwere Ölzeug nichts mehr gemein mit der funktionellen Segelbekleidung, die heute gebräuchlich ist.

Warum atmungsaktiv?

Stellen Sie sich vor, sie kommen beim Segeln ins Schwitzen (das gleiche gilt übrigens auch bei jeder anderen anstrengenden Sportart).

Die beim Schwitzen entstehende Körperfeuchtigkeit verdunstet normalerweise an der Luft.

Wenn Sie dabei ein Ölzeug tragen, dass sowohl Feuchtigkeit von aussen abhält, an ihren Körper zu gelangen, als auch Feuchtigkeit von innen davon abhält, nach draussen zu gelangen, dann schmoren Sie sozusagen in ihrem eigenen Saft.

Es entsteht unter ihrer wasserdichten Jacke eine feuchte Atmosphäre, die Ihren Körper auskühlen und Sie frieren lässt.
Ein denkbar schlechter und ungesunder Zustand.

Eine atmungsaktive Oberfläche hingegen lässt die Körperfeuchtigkeit nach aussen weichen. Dadurch ist das Klima unter der Jacke trocken und warm. Sie können sich leicht denken, dass der Tragekomfort ungleich höher wird.

Man kann den Trockeneffekt noch vergrössern, indem man auch unter der Jacke und Hose atmungsaktive Wäsche und Kleidung trägt.

Wer einmal den gravierenden Unterschied zwischen kalt und feucht sowie warm und trocken am eigenen Leib gespürt hat, wird nie wieder ein paar Euro sparen, nur um nicht-atmungsaktive Bekleidung zu kaufen.

Starten Sie Ihre Segelausbildung nicht gleich mit einem Großeinkauf von teurer Segelkleidung.

Schon manch Erst-Einkauf landete bald auf Nimmerwiedersehen im Schrank, weil man erst nach dem Kauf feststellte, worauf man persönlich Wert legt oder wie man sich selbst wohl fühlt.

Genau wie für jedes andere Kleidungsstück gilt auch für Segelbekleidung: der Träger muss sich darin wohlfühlen.
Zu Beginn reicht es vielleicht auch, Ihre leichte Regenjacke vom Radfahren zu tragen.

Sie werden schnell merken, worauf es Ihnen ankommt und Ihr Einkauf kann dann viel gezielter sein.

Lesen Sie hier, welche einzelnen Kleidungsstücke für Segler sinnvoll sind und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

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