oder:

Welche Rolle spielt der Skipper auf einer Yacht

Der Skipper ist unbestritten die wichtigste Person an Bord

Er hat die Qualifikation, er hat die Erfahrung.

Und: er trägt die Verantwortung.

Für alles und jeden an Bord. Immer, unter allen Umständen.

Skipper auf einer Yacht

Und damit ist der unglaublich umfassende Aufgabenbereich eines Skippers auch schon umrissen.

Zunächst einmal: er hat einen 24-Stunden Job. Er ist von morgens bis abends nicht nur für das Schiff verantwortlich, sondern selbstverständlich auch für Sie, die Kunden, erster Ansprechpartner und er muss „auf allen Hochzeiten tanzen“:

 

  • Er muss die Crew zu einem homogenen Team zusammenführen, Streitigkeiten schon im Vorfeld erkennen und schlichten und eine gute Ausbildung garantieren,
  • er muss auf Sicherheit von Schiff und Crew achten
  • und das Schiff in Ordnung halten, alle Ausrüstungsgegenstände regelmässig auf Funktionstüchtigkeit prüfen und notfalls reparieren.

Außerdem ist er natürlich verantwortlich für das Einhalten von Gesetzen und Vorschriften – von denen es unzählige gibt.

Ganz nebenbei muss er die Yacht führen und seine „Route“ planen, die Wetterlage und sonstige außerplanmäßige mögliche Beeinträchtigungen berücksichtigen und auf die Leistungsfähigkeit seiner Crew Rücksicht nehmen.

Den vielen Pflichten und Verantwortungen stehen aber auch Freiheit, Reisen, Menschen und Länder sehen, die Liebe zum Meer und zur Natur gegenüber. Fragen Sie einen Skipper danach.

Traumjob Skipper? Für viele ja. Für die meisten von uns sicher nicht.

Pflichten der Crew

Der Skipper auf einer Yacht ist eine Respektsperson. Seinen Weisungen und Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten, ganz besonders in kritischen Situationen. Diskutieren können Sie hinterher immer noch.

Sie sollten sich auch gleich von Anfang an angewöhnen, den Skipper immer dann zu informieren, wenn Sie das Schiff verlassen – und sei es nur, um zur Hafentoilette zu gehen.

Auch wenn Ihr „Ausflug“ nur kurz dauert, sind ein Schiff und dessen Crew eine Einheit, und niemand, wirklich niemand und auch nicht für kurze Zeit, sollte einfach verschwinden.

Der Skipper ist verpflichtet, seine Schäfchen immer im Auge zu behalten (was als Metapher zu verstehen ist), andernfalls würde man ihm vorwerfen, dass er seine Pflichten vernachlässigt hat.

Sollte  er gezwungen sein, sofort den Liegeplatz zu verlassen, ist das ohne vollständige Crew undenkbar.

Er müsste in dem Fall dafür sorgen, dass Sie als Landgänger nach Ihrer Rückkehr erfahren, wo das Schiff abgeblieben ist (keine Angst, er wird den Hafen nicht ohne Sie verlassen), und sei es nur ein Hafenbecken weiter.

Weil es so wichtig ist, möchte ich hier gern auf die Gepflogenheit in der Seefahrt eingehen.

Gute Seemannschaft

Vieles, was an Land leider an Höflichkeit, Fairness, Rücksicht und sonstigen guten Eigenschaften für ein angenehmes Miteinander immer mehr in Vergessenheit gerät, ist auf der See glücklicherweise noch gang und gäbe.

Sie mögen darüber lächeln, und vielleicht ist das Eine oder Andere auch wirklich etwas überholt.

Die gute alte Seemannschaft – so nennt man diese Regeln – wirkt an Land gelegentlich übertrieben und wird belächelt.

Auf See und an Bord eines Schiffes aber dienen diese Regeln schlichtweg der Sicherheit von Schiff und Besatzung und sie tragen in einer Welt voller verschiedener Sprachen zum allgemeinen Verständnis bei. Sie haben auch heute – vielleicht mehr als jemals zuvor – noch ihre Berechtigung.

Fairness

Seien Sie also fair gegenüber Ihrem Skipper – er ist verantwortlich für Sie und Ihre Sicherheit – und machen Sie ihm das Leben durch Gedankenlosigkeit und Rücksichtslosigkeit nicht unnötig schwer.