An Bord unter Deck einer Yacht
Der Salon einer Yacht

Als ich das allererste Mal an Bord einer Segelyacht ging, war ich überwältigt. Vermutlich wird es Ihnen ähnlich ergehen.

Ich hatte meine Ausbildung auf einer Jolle absolviert, aber eine Yacht – Junge, das ist schon etwas ganz anderes.

Ich war auch nie zuvor auf einer Bootsausstellung gewesen, um die dort ausgestellten Schönen der Meere zu bewundern.

Und so war ich vollkommen überrascht, was sich unter Deck so alles verbirgt.

Ein Urlaub auf einer Yacht – und nichts anderes ist ein Segeltörn ja schliesslich – ist vergleichbar mit der Fahrt in einem Wohnmobil.

Unterwegs und gleichzeitig ein Heim auf Zeit dabei

Moderne Yachten sind unter Deck perfekt ausgestattet. Das beginnt bei der Küche (die heisst an Bord Kombüse), geht weiter über die Toiletten und Duschen und führt weiter durch den Salon (das Wohnzimmer) und endet in Ihrer Koje (das ist Ihr Bett).

Dann gibt es da noch so wichtige Dinge wie die Navigations-Ecke, der Arbeitsplatz des Skippers und natürlich die gesamte Technik und Ausrüstung, die so ein Schiff zum Segeln und Motoren braucht.

Navi-Ecke an Bord
Arbeitsplatz des Skippers

Sie werden diese Ausrüstung während Ihres Segeltörns ausführlich kennen- und schätzen lernen und den Gebrauch üben.

Kabinen und Kojen

Normalerweise ist der Innenraum einer Yacht in mehrere Kabinen eingeteilt, in denen sich jeweils 2 Kojen befinden. Das heisst, Sie werden sich, wenn Sie Alleinreisende/r sind, mit einem anderen Mitsegler oder einer Mitseglerin Ihr „Zimmer“ teilen müssen.

Der Skipper wird Ihnen Ihre Koje zuweisen, in der Sie sich einrichten können.

Welche Koje ist die Beste?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Jede Koje hat Vor- und Nachteile.

Die Einteilung der Kabinen und Kojen an Bord nimmt normalerweise der Skipper vor, sobald alle Teilnehmer angekommen sind.

Paare werden häufig eine der Heckkabinen oder aber die Bugkabine bewohnen, während einzeln reisende Frauen die Seitenkabine mit übereinander liegenden Stockbetten erhalten.

Der Skipper hat sowieso seine feste Kabine und im günstigsten Fall sollte der Salon nicht zum Schlafen belegt werden.

Wichtige Bordeinrichtungen

Nachdem Sie zunächst einmal Ihr Gepäck in die zugewiesene Kabine gebracht haben, wird Ihnen der Gebrauch der wichtigsten Bordeinrichtung gezeigt: der Toiletten.

Die Bordtoiletten sind nicht so einfach zu bedienen, wie Sie es von zuhause gewöhnt sind. Es gibt ein paar wichtige Details zu beachten.

Erkundigen Sie sich auch gleich zu Anfang, wo und wie man welches Licht an Bord an- und ausschalten kann. Denn es gibt nichts Unangenehmeres, als in der ersten Nacht aus einem fremden Bett aufstehen zu müssen und sich im Dunkeln durch eine ungewohnte Umgebung tasten zu müssen.

Gewöhnen Sie sich gleich von Anfang an daran, den Niedergang ausschließlich rückwärts hinunter zu steigen. Zu beiden Seiten befinden sich Haltegriffe, die Sie unbedingt auch zum Festhalten benutzen sollten.

Auch wenn es Ihnen vielleicht etwas komisch vorkommen sollte: tun Sie es einfach.

© CYCLONEPROJECT - Fotolia.com
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Oder wollen Sie zu den „Besserwissern“ gehören, die mit nassen Schuhen freihändig vorwärts die Treppe hinunter schlittern und anschließend mit üblen Rückenschmerzen oder schlimmer noch – verletzt – den Rest des Törns im Bett verbringen?

Die wichtigste Regel an Bord:

das Wort des Skipper gilt uneingeschränkt.

Über Sinn und Unsinn diskutieren können Sie dann immer noch, wenn Sie sich selbst mit genügend Erfahrung eine Meinung gebildet haben.